90 Prozent Beifang

Spiegel Online fasst einen Artikel der Washington Post zusammen, der auf Dokumenten von Edward Snowden beruht. Es ist ein erschreckender Artikel, der den Anhängern der Terrorschutz-Theorie nicht gefallen dürfte. Hier einige Zitate:

„Neun von zehn Menschen, deren E-Mails und Botschaften die US-Spitzel im Detail ausspähen, sind demnach ganz gewöhnliche Bürger.“

 

„Der Alltag von mehr als 10.000 Menschen, die eigentlich nicht Ziel einer Überwachung waren, fände sich in den abgefangenen Daten, schreibt die „Washington Post“. Darunter sind intimste Fotos, Details aus dem Privatleben und offizielle Dokumente.“

 

„Hat ein Verdächtiger 190 Freunde, dürfen diese ausgeforscht werden, die Freunde dieser Freunde (statistisch gesehen rund 31.000 Menschen) sowie die Freunde dieser Freunde (rund 5 Millionen Menschen).“

 

Zum Artikel von Spiegel-Online
Zum Artikel der Washington Post

Merkel weist US-Geheimdienstvertreter aus: Wie süß!

Angela Merkel verweist den US-Geheimdienstrepräsentanten des Landes, weil zwei deutsche Geheimdienstmitarbeiter für die USA spioniert haben. Ich wurde heute gefragt, was ich davon halte. Ich antwortete: Wie süß!

Da sammelt ein Geheimdienst widerrechtlich Daten, die das gesamte Wissen der Erde 400 mal übersteigen, zapft Internetleitungen und Firmenserver an, liest Emails und Zugangsdaten und hört Regierungstelefone ab. Und wenn dann von zwei Doppelagenten auffliegen, die ein paar hundert – wie es aussieht: unbrisante – Dokumente nach Washington klauen, haut Merkel auf den Tisch. Einfach nur süß.

FAZ-Herausgeber Kohler trifft mit seinem heutigen Kommentar ins Schwarze: Befreundete Länder von solchen Bonsai-Bonds ausspionieren zu lassen, ist einfach nur dumm.

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